Das Straßennetz befindet sich im Aufbau. Offenbar wird die Entwicklung mit deutscher Hilfe vorangetrieben. Die Entwicklung schreitet von West nach Ost fort. Das führt zur Ironie, daß albanische Gebiete im Westen, die generell als unsicher gelten, schon erstaunlich gute Straßen haben. Nach Osten hin wird die Sicherheit größer; dafür aber der Straßenzustand schlechter.

Der Straßenbau wird durch Maut finanziert, welche noch richtig durch Eisenschranken realisiert wird. Die Gebühren liegen zwischen 40 und 90 Cent und sind nach unseren Maßstäben zu vernachlässigen. Dafür muß ein Autofahrer auf die Bremse treten, falls er nicht mit der Mautschranke kollidieren möchte.

Weiter im Osten, wo noch keine Maut erhoben wird, gibt es ersatzweise Baustellen. Diese werden von Lastwagen und Bussen engräumig umfahren. Das heißt, die schweren Fahrzeuge fahren ganz einfach über einen Acker oder eine Wiese und walzen das Erdreich platt. Dadurch entstehen Spurrillen, über die ein PKW-Fahrer im ersten Gang balancieren muß.

Ich selbst war mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Diese sind billig und man lernt so besser Land und Leute kennen.

Busse verbinden fast alle größeren Städte. Für eine Entfernung von 40 km rechnet man mit einer Fahrzeit von einer Stunde und einem Preis von 1 €. Es werden uralte Nahverkehrsbusse aus Mitteleuropa verwendet.

Autobus

Das Streckennetz der Bahn geht sternförmig von Skopje aus und erreicht nicht alle Orte. Fahrzeiten und Preise sind wie beim Bus. Die Bahn bietet einen gewissen Vorteil für Raucher. In den Bussen ist Rauchen verboten. In den Zügen gibt es schon Raucherabteile.

Eisenbahn

Auf den Straßen wimmelt es nur so von Taxis. Diese sind an einem farbigen Aufkleber auf dem Dach zu erkennen. Taxometer sind selten und wenn überhaupt, dann scheinen sie wie elektronisches Spielzeug, das leicht manipulierbar ist. Am besten erfragt man den Preis im Voraus. Auf mazedonisch lautet die Frage: «kolko koschta?». Es wird nicht gefeilscht und die genannte Zahl ist verbindlich. Den Gegenwert von 1 € für 3 Kilometer betrachte ich als angemessen.

Zumindest auf dem Ohridsee gibt es Wassertaxis. Das sind einfache Holzboote mit Außenbordmotor. Die Fahrtroute wird individuell festgelegt. Die Preise liegen bei 9 € pro Stunde.

Alle weiteren Möglichkeiten der Fortbewegung sollte man eher sportlich betrachten. Es sind auch Pferde, Esel und Maultiere zu sehen. Na ja - wenn man das so will.

Wanderer gehen bekanntlich zu Fuß. Nur zu! Es gibt nur solche Hindernisse, welche die Natur selbst stellt.