Das Verhältnis zu uns Deutschen ist sehr freundlich, wobei Erwartungen bestehen, die sich nur schwer erfüllen lassen. So gelten wir gleichzeitig als Arbeitgeber, Geschäftspartner sowie als Freund und Helfer. Der Umstand, daß die Bundesrepublik in M. Wirtschatshilfe leistet, wird allgemein anerkannt.

Der Umstand, daß die Türken ehemals Besatzer waren, wird heute weitgehend verdrängt oder vergessen. Es gibt eine Minderheit mazedonischer Türken, welche sich heute als Unternehmer und Händler betätigt. Die Wirtschaftsbeziehungen zur Türkei laufen bestens.

Das Verhältnis zu Bulgarien gilt als entspannt. Die Sprachen beider Länder sind sich sehr ähnlich.

Dem Nachbarn Griechenland wird kleinkarierter Bürokratismus vorgeworfen. Angeblich blockiert Griechenland die Handelswege.

Die Serben gelten bei uns als paranoide Kriegstreiber. In Mazedonien gelten sie schlichtweg als arrogant. Sehr gut sind dagegen die Beziehungen zu Montenegro, Bosnien, Kroatien und Slowenien.

Der Nachbar Albanien wird als gefährlich betrachtet. Dort gibt es so etwas wie den «wilden Osten».

Über die Beziehung zu weiteren Ländern wurde mir nichts gesagt. In punkto Essen und Kleidung gilt Italien als Vorbild.

Während meines Aufenthaltes fand die Wahl zum jetzigen Präsidenten statt. Hier nun das Bild des Wahlsiegers.

Staatspräsident