Neuste Eindrücke

Mazedonisch ist eine eigenständige slawische Sprache. Die Einheimischen glauben nicht im Ernst, daß ein Ausländer (bzw. eine Ausländerin) tatsächlich die Möglichkeit habe, diese Sprache auch zu lernen.

Sobald man als Ausländer erkannt wird, versuchen es die Menschen mit einem Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch, Französisch, Serbisch und Türkisch.

Dieses Kauderwelsch verwendet jeder individuell anders. Man wird sich auf jeden Gesprächspartner persönlich einstellen müssen, weshalb die Kommunikation recht viel Zeit erfordert.

Man kann auch mit Händen und Füßen reden. Das Ergebnis ist in etwa das Gleiche.

Auf die Weise kann man einfache Angelegenheiten im Alltag ganz gut regeln. Allerdings lohnt es sich kaum der Mühe, auch noch akademische Fragen der mazedonischen Geschichte zu diskutieren.

Fazit: man kommt einigermaßen zurecht, wenn die Ansprüche nicht übertrieben hoch sind.

Kenntnisse der kyrillischen Schrift sind von relativer Bedeutung. Meist ist es schwierig, überhaupt Informationen in Schriftform zu finden.

Weitere Hintegründe

Viele Mazedonier haben eine Beziehung zur Bundesrepublik Deutschland. Entweder, sie arbeiten schon hier, oder sie wollen hier arbeiten oder sie knüpfen Wirtschaftsbeziehungen zu uns. Deshalb ist Deutsch als Fremdsprache gar nicht so selten.

In touristisch unerschlossenen Regionen ist es allerdings Glückssache, zur gewünschten Zeit und am gewünschten Ort auch noch den richtigen Ansprechpartner zu finden. Der jeweils «richtige» Ansprechpartner wäre ein Mazedonier, der sich zusätzlich noch die Zeit nimmt, um beliebig Fragen zu beantworten und der außerdem kompetent genug ist, um auch alle Fragen richtig zu beantworten. Vorsicht! Solche Leute trifft man nicht immer. Vor allem die Gastarbeiter oder auch Arbeitnehmer in Deutschland planen ihre Heimaturlaube nach eigenen Wünschen und diese müssen nicht stets mit den Wünschen ausländischer Touristen übereinstimmen.

In der Hauptstadt Skopje sowie im Touristengebiet um Ohrid wird mehr und mehr Englisch gelernt. Das heißt natürlich nicht, daß die Englischkenntnisse deswegen perfekt sind. Die Mazedonier sind Slawen und haben einen sehr harten Akzent. Dennoch mag man es in einer multikulturellen Umgebung mit Englisch versuchen. Was dabei heraus kommt? Glückssache!

Wenn man schon ein ernsthaftes Interesse an Land und Leuten hat, dann könnte man sich auch auf die mazedonische Sprache einlassen. Dazu eine Sprachprobe: «Fala mu na Gosspoda, dobri sme.». Auf Deutsch: «Gott sei Dank, uns geht es gut.»

Mazedonisch ist eine slawische Sprache. Wer eine andere slawische Sprache, wie zum Beispiel Russisch, Tschechisch oder Serbisch gelernt hat, der wird mit der Verständigung kaum Probleme haben. Oder auf Südslawisch: «Nema probleme».

Doch auch hier wieder Vorsicht! Das Serbische und auch das Bulgarische ist dem Mazedonischen so ähnlich, daß Serben und Bulgaren die mazedonische Sprache als «Dialekt» bezeichnen. Darauf reagieren Mazedonier äußerst beleidigt. Ihre Sprache ist immer noch «makedonski jazik». Das ist die mazedonische Zunge und nicht etwa ein Dialekt!

Bisher kenne ich nur eine Möglichkeit, diese Sprache außerhalb von Mazedonien zu lernen. Das Zauberwort heißt «Kauderwelsch», wobei gerade die Mazedonier selbst interkulturell sind und nichts gegen Kauderwelsch haben. Sprachführer und Kassetten sind HIERzu finden.

Meine Meinung zu Kauderwelsch habe ich bereits an anderer Stelle veröffentlicht. Wer es genauer wissen möchte? Dann bitte Hier anklicken.

Auch wenn man nicht direkt Mazedonisch lernen möchte, dann sind Kenntnisse des kyrillischen Alphabets auf jeden Fall sehr hilfreich. Deshalb ein weiterer Link: Kyrillisch

Absatz